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Feste feiern wie sie fallen

Mauritius ist eine Insel der verschiedenen Kulturen, Religionen und Sprachen. Kaum zu glauben, dass die Menschen hier so friedlich nebeneinander leben! Toleranz und Offenheit für die Gebräuche der anderen sind hier an der Tagesordnung. Hier stört es niemanden, dass Moscheen neben Kirchen und Tempeln stehen. Kein Wunder, dass die Insel ein Paradebeispiel für das friedliche Miteinander auf der Erde ist!

Jede einzelne Kultur hat ihre Traditionen auf Mauritius mitgebracht. Da hier so viele unterschiedliche Welten aufeinander treffen, gibt es zahlreiche Anlässe zum Feiern. Übrigens: Auf Mauritius feiern die Menschen die Feste anderer Kulturen und Religionen einfach mit! Schließen Sie sich an! Die wichtigsten Feierlichkeiten haben wir für Sie zusammengestellt.

Wichtige Feste im Hinduismus

Die Bußprozession Cavadi der tamilischen Hindus findet einmal pro Jahr statt, meistens im Januar oder Februar.

Zu Ehren des Gottes Shiva pilgern Anfang März die Gläubigen in Indien an den Ganges, um dort rituelle Waschungen vorzunehmen. Auf Mauritius hat das Maha Shivaratree-Fest zwar denselben Sinn, aber ein anderes Ziel: Das Grand Bassin, der heilige See der Insel, von dem eine Sage behauptet, er hätte eine Verbindung zum Ganges.

Kurz nach dem Maha Shivaratree findet das Fest der Freude Holi statt. Anlass hierfür ist der Sieg des Guten über das Böse. Die Geburt von Ganesha, dem Gott der Weisheit, wird alljährlich mit farbenprächtigen Prozessionen gefeiert. Das Datum des Festtages hängt vom Mondkalender ab.

Als Dank für Reichtum und Glück entzünden Hindus jedes Jahr im Oktober oder November kleine Lämpchen aus Ton. Bei Sonnenuntergang können Sie die Lichter auf Balkonen, in Höfen oder an Wänden entdecken. Divali preist den Sieg der Wahrheit in Gestalt des Lichtes über die Dunkelheit der Ignoranz – eine Zeit der Freude und des Glücks. Für viele Mauritianer ist dies die Zeit des Teilens.

Das Ganga Asnan-Fest ist dem Maha Shivaratree sehr ähnlich: Pilger auf Mauritius ziehen im Oktober bzw. November zum Meer um rituelle Waschungen vorzunehmen. Der Ganges mündet in den Indischen Ozean, dessen Wasser ebenfalls heilig ist.

Teemeedee bezeichnet das Jahresende im hinduistischen Glauben und findet zwischen Oktober und März statt. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der Feuerlauf. Hierbei überqueren Männer und Frauen barfuß ein sieben Meter langes, glühendes Kohlenbett. Möglich ist das nur durch oft monatelange Vorbereitung mit  Meditation.

Wichtige moslemische Feste

Im Januar feiern die Moslems das Fest Yaum un Nabi. Das Fest gedenkt des Todestags Mohammeds mit Koranlesungen und Gesängen. Der muslimische Fastenmonat Ramadan endet mit einem großen Dankesfest: dem Id-El-Fitr. Es findet jährlich zwischen Januar und Juli statt.

Im August bzw. September erinnern Moslems mit dem Fest Eid-el-Adha an die Geschichte von Abraham und Isaak. Den Tag des Festes verbringt man traditionell mit Gebeten, am Abend wird gemeinsam mit Freunden und Familie ein rituell geschlachtetes Lamm verspeist.

Wichtige christliche Feste

Die christlichen Feste auf Mauritius gleichen denen in der „Alten Welt“. In der Karwoche und an Fronleichnam finden hier gleichermaßen feierliche Prozessionen statt. Kerzen und Blumen schmücken an Allerheiligen die Gräber der Verstorbenen und auch Weihnachten wird traditionell gefeiert – soweit das ohne Schnee und unter Palmen möglich ist.

Zu den traditionellen Festen kommt die Ehrung von Jaques Désiré Laval, dem „Apostle of the Black People“, der bei Sainte Croix seine letzte Ruhe gefunden hat. Father Laval, dem man heilende Fähigkeiten nachsagt, wurde 1979 heilig gesprochen.

Wichtige chinesische Feste

Das chinesische Neujahr feiern Buddhisten und Konfuzianer  - je nach Mondkalender - jedes Jahr an einem anderen Tag Ende Januar/Anfang Februar. Traditionell dauert das „Spring Festival“ zwei Wochen, im Vorfeld werden alle Häuser gereinigt. Am Festtag selbst dürfen die Gläubigen keine Messer oder Scheren benutzen, die Farbe Rot zieht sich als Symbol für Glückseligkeit durch die gesamten Feierlichkeiten. Feuerwerk  und bunte Prozessionen sollen böse Geister vertreiben.

Das „Laternenfest“ schließt die Festlichkeiten um das chinesische Neujahr ab. Um guten Geistern den Weg zu weisen, befestigen die Gläubigen Laternen außerhalb ihrer Häuser und auf allen Booten. Der Drachentanz durch die Straßen von Port Louis symbolisiert den Sieg des Guten über das Böse.