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Aktuell aus Mauritius

Mauritius: Chikungunya-Fieber ist unter Kontrolle

Wie die WHO, die Weltgesundheitsorganisation, am 17. März 2006 bekannt gab, ist das Chikungunya-Fieber auf Mauritius nun unter Kontrolle gebracht. Die vom Gesundheitsministerium eingeleiteten und von der Tourismusindustrie unterstützten Maßnahmen zur Bekämpfung der Überträgermoskitos führten zu der Eindämmung der Krankheit. So wurden vor allem Gewässer, die den Mücken als Brutstätte dienen, von Larven befreit. Auch wenn das Risiko einer Infektion mittlerweile deutlich geringer ist, wird Besuchern empfohlen sich auch weiterhin vor Mückenstichen zu schützen.

Wie erfolgreich Mauritius früher schon im Kampf gegen Krankheiten war, die von Stechmücken übertragen werden, zeigt das Beispiel Malaria: Vor über 40 Jahren konnte sich die Insel vollständig vom Malaria-Erreger befreien. Die Regierung ist zuversichtlich, dass bald auch das Chikungunya-Fieber dauerhaft verschwunden ist. Da das verbleibende Restrisiko zu erkranken gering ist, besteht für Mauritius keine Reisewarnung. Touristen können, mit ausreichendem Moskitoschutz, ihren Urlaub im Inselparadies wieder in vollen Zügen genießen. Einer Reise nach Mauritius steht also nichts mehr im Wege.

Chikungunya-Fieber im Indischen Ozean

 
Seit Anfang Februar geht der Ausbruch des Chikungunya-Fiebers im Indischen Ozean immer wieder durch die Medien. Vor allem die französische Insel La Réunion ist stark betroffen. Hier meldete die Regierung, dass bereits jeder fünfte Bürger infiziert sei. Die Krankheit hat zwar bereits die Nachbarinsel Mauritius erreicht, jedoch müssen Reisende sie nicht als Grund sehen, ihren Aufenthalt zu verschieben oder gar abzusagen.

Was dahinter steckt

Der Name Chikungunya ist Kisuaheli und bedeutet so viel wie „gebeugter Mann“. Die Bezeichnung ist gleichzeitig Sinnbild für den Krankheitsverlauf. Übertragen wird das Virus, wie bei vielen Krankheiten, über Mückenstiche, hauptsächlich von Moskitos. Nach einer Inkubationszeit von zwei bis acht Tagen kommt es plötzlich zu hohem Fieber, Schüttelfrost, Glieder- und Gelenkschmerzen. In besonders schweren Fällen können Hautausschläge auftreten und die Gelenkschmerzen über Wochen hinweg andauern. Genau diese Schmerzen sind es, die die namensgebende gebeugte Schonhaltung hervorrufen. Die Behandlung ist rein symptomatisch, ein Impfmittel existiert nicht. Im Regelfall verschwindet die Krankheit jedoch nach etwa zwei Wochen von selbst.
 
Da sich die Krankheit jedoch nur über Mückenstiche verbreitet, ist es einfach, sich gegen sie zu schützen. Langärmelige Kleidung in Feuchtgebieten, Mückenspray und Moskitonetze sind schon ein wirkungsvoller Schutz vor einer Ansteckung. Gerade Regierung und Tourismusindustrie kämpfen aktiv gegen die Verbreitung des Virus an. So startete das Gesundheitsministerium eine breite Informationskampagne und bestellte eine hohe Menge an Insektiziden, die in den nächsten Wochen die Moskito-Population eindämmen soll. Außerdem werden Flugzeuge, die Mauritius aus Zielgebieten erreichen, in denen das Virus um sich greift, systematisch desinfiziert.
 
Die großen Hotelgruppen haben ein ähnliches Vorgehen. Sie versprühen umweltfreundliche Insektizide in Feuchtgebieten, die an die Resorts grenzen, um dort die Fortpflanzung der Stechmücken einzudämmen. In den Gästezimmern gehören Moskitonetze fest zum Inventar. Das Hotelpersonal ist entsprechend geschult und informiert ankommende Reisende umfassend über die zu treffenden Vorsichtsmaßnahmen. In vielen Hotels steht außerdem ein Mediziner bereit, der bei Bedarf eine entsprechende Behandlung einleiten kann. 

Grünes Licht für Reisen 

Ernsthafte Sorgen müssen sich Reisende nicht machen: Mauritius war schon in der Vergangenheit äußerst erfolgreich, was die Eindämmung von Seuchen angeht, die sich über Stechmücken verbreiten. Schließlich ist es der Regierung bereits im Jahr 1960 gelungen, die Malaria-Erreger vollständig von der Insel zu verbannen, obwohl die Mittel damals bei weitem nicht so effektiv wie heute waren. Information und Kontrolle waren und sind die Maxime zur Seuchenbekämpfung. Die Verantwortlichen sind sicher, die Krankheit bald vollständig unter Kontrolle zu bringen und raten von einem Verschieben einer bereits geplanten Reise ab.